1. Gezielt ansprechen
Wenn niemand von der Konferenz weiĂ, werden Sie vergeblich auf Anmeldungen warten.
Stellen Sie also sicher, dass möglichst viele Interessenten davon erfahren. Am schnellsten erreichen Sie diese natĂŒrlich mit Hilfe von Facebook, Twitter und Co., allerdings sind soziale Netzwerke nicht immer gleich gut zur Ansprache geeignet. Ăberlegen Sie deshalb schon vorher, wo Ihre Zielgruppe zu finden ist anstatt alle möglichen KanĂ€le auf einmal bedienen zu wollen.
Viel hilft in dem Fall nĂ€mlich nicht viel, sondern fĂŒhrt meist nur zu hohen Streuverlusten anstatt sich positiv auf die Zahl der Anmeldungen auszuwirken.
Sollten Sie unabhÀngig von der Konferenz bereits Accounts in diversen sozialen Netzwerken besitzen, spricht selbstverstÀndlich nichts dagegen, diese zum Bewerben der Veranstaltung einzusetzen.
Verlassen Sie sich bei der Suche nach potentiellen Teilnehmern aber nicht nur auf Online-KanÀle.
Oft erweist es sich als sehr hilfreich, Anzeigen in Fachzeitschriften zu schalten.
Vergessen Sie darĂŒber hinaus nicht, Werbematerialien zu gestalten oder beauftragen Sie einen externen Dienstleister mit Gestaltung und Druck der Poster und Flyer.
Stellen Sie eine Liste mit Fachgesellschaften und Fachgebieten an Hochschulen zusammen, fĂŒr die Ihre Veranstaltung interessant sein könnte. Bitten Sie die jeweiligen Ansprechpartner, Ihre Poster auszuhĂ€ngen sowie die Flyer auszulegen.
2. Kostenlos werben
Gute Werbung muss nicht teuer sein. Wenn sie dabei geschickt vorgehen, werben Sie sogar gröĂtenteils umsonst.
Anstatt nur kostenpflichtige Anzeigen bei anderen zu schalten, sollten Sie vor allem auf die WerbeflĂ€chen zurĂŒckgreifen, die Ihnen bereits gehören.
Zuallererst wĂ€re da natĂŒrlich Ihre Website zu nennen, auf der ein Hinweis zusammen mit einem Link zur Anmeldung erscheinen kann. Beides lĂ€sst sich auch gut fĂŒr Ihre E-Mail-Signatur verwenden, um die EmpfĂ€nger Ihrer Nachrichten auf die Veranstaltung einzustimmen.
Sie verfĂŒgen bereits ĂŒber einen Newsletter-Verteiler? Dann sollten Sie dessen Potential im Hinblick auf Ihre Veranstaltung nicht ungenutzt lassen und rechtzeitig ĂŒber das anstehende Ereignis informieren.
Ebenso lohnenswert ist eine Pressemitteilung, die Sie auf Ihrer Website veröffentlichen und an Medienvertreter sowie Betreiber anderer Websites oder Blogs mit thematischem Bezug zur Veranstaltung weiterleiten können.
Auch Ihre Social Media-Accounts sind nicht nur fĂŒr regelmĂ€Ăige Updates gut: Die Headerbilder bei Twitter, Google+ und Facebook bieten reichlich Platz fĂŒr die Eckdaten der Veranstaltung.
Wenn Sie Twitter nutzen, vergessen Sie nicht, ein offizielles Hashtag fĂŒr die Konferenz festzulegen. Das ist deshalb wichtig, damit Sie schnell ĂŒberblicken können, wer sich ĂŒber Ihre Veranstaltung unterhĂ€lt.
Sind Sie und Ihre Kollegen mit eigenen Profilen bei LinkedIn oder Facebook vertreten? Dann schadet es nicht, diese zu bitten, auch dort auf die Konferenz zu verweisen.
3. Multiplikatoren nutzen
Befolgen Sie den letzten Ratschlag unter Punkt 2, sind Sie und Ihre Kollegen genau das: Multiplikatoren, die andere fernab der offiziellen KanĂ€le auf die Veranstaltung aufmerksam machen. Ăber die eigenen PrĂ€senzen erreicht man hĂ€ufig nicht alle. Allerdings dĂŒrfen Sie sich sicher sein, dass es irgendwo noch andere gibt, die Interesse an Ihrer Konferenz haben und sich sogar anmelden wĂŒrden â wenn sie denn rechtzeitig davon gehört hĂ€tten.
Damit das vor Ende des Anmeldezeitraums klappt, sollten Sie sich UnterstĂŒtzung beim Bewerben der Veranstaltung holen.
Setzen Sie dabei insbesondere auf Ihre Referenten, denn unter diesen gibt es normalerweise niemanden, der am liebsten vor leeren Reihen spricht. Beziehen Sie auch Personen ein, die sich etwa durch ihr Blog ein groĂes Netzwerk geschaffen haben und deren Interessensgebiet zum Schwerpunkt Ihrer Veranstaltung passt. Je besser diese vernetzt sind, desto mehr Leute werden von Ihrer Konferenz erfahren.
FĂŒr die Hilfe beim Verbreiten der Nachricht können Sie sich anschlieĂend beispielsweise in Form von Gutscheinen fĂŒr Ihre Veranstaltung bedanken.
4. Early Bird-Tarife und Preisgruppen definieren
Ăber Rabatte freuen sich nicht nur Multiplikatoren.
Wie wir in unserer Studie zu Early Bird-Tarifen herausgefunden haben, werden VergĂŒnstigungen auch gerne von allen anderen Teilnehmern in Anspruch genommen. Wenn Sie eine Early Bird-Option anbieten, können Sie in der Regel damit rechnen, dass ein GroĂteil der Anmeldungen kurz vor Ende der Deadline bei Ihnen eintreffen wird. Also kein Grund zur Sorge, wenn die Deadline noch bevorsteht und die Teilnehmerzahl bislang ĂŒberschaubar geblieben ist.
Noch mehr Teilnehmer gewinnen Sie durch ein breites Angebot an Tickets. Statt dadurch aber vor die Qual der Wahl gestellt zu werden, entscheiden sich die Teilnehmer vielmehr ganz bewusst fĂŒr die Option, die ihnen am ehesten zusagt.
Bei mehrtĂ€gigen Veranstaltungen gibt es meist einige Personen, die nur an einem Tag vor Ort sind. Wenn diese nun bei der Anmeldung feststellen mĂŒssen, dass es keine Tagestickets gibt, werden sie den Anmeldevorgang vermutlich abbrechen, weil sie nicht bereit sind, den Gesamtpreis fĂŒr alle Konferenztage zu zahlen.
Sehen Sie zudem davon ab, den Teilnehmern ein Pflichtprogramm zu verordnen. Einzelne Punkte des Rahmenprogramms sollten daher lieber optional gebucht werden können.
Gestalten Sie die Preise der Karten abhĂ€ngig von der Personengruppe. Veranschlagen Sie etwa fĂŒr Studierende, Auszubildende und Mitglieder Ihrer Fachgesellschaft einen etwas niedrigeren Preis.
Achten Sie hierbei allerdings schon im Vorfeld darauf, dass Ihre Software fĂŒr die Teilnehmeranmeldung die verschiedenen Preisgruppen und Tickets abbilden kann.
5. Nicht nur die Veranstaltung promoten
Ăberlegen Sie mal: Womit könnte man Sie – abgesehen von den Inhalten – ĂŒberzeugen, an einer Konferenz teilzunehmen?
WĂ€re der Veranstaltungsort vielleicht ein Grund?
Wenn es sich dabei um eine Stadt handelt, in der Sie schon lange (wieder) einmal ein paar Tage verbringen wollten, wĂŒrde Ihnen die Konferenz die Gelegenheit bieten, das Angenehme mit dem NĂŒtzlichen zu verbinden.
Und selbst wenn die Stadt auf den ersten Blick nichts Aufregendes zu bieten hat, sollte sich doch bei genauerem Hinsehen etwas finden lassen, das Sie bewerben könnten. Vielleicht findet dort zeitgleich eine interessante Ausstellung statt, fĂŒr die Sie auĂerdem noch Rabatte aushandeln können. Dann gĂ€be es gleich noch einen Grund mehr, der fĂŒr die Anmeldung spricht.
Oder Sie haben ein Rahmenprogramm zusammengestellt, das sich nicht zu verstecken braucht.
Betonen Sie alle VorzĂŒge Ihrer Veranstaltung, denn Kreativsein zahlt sich hier aus.
6. Bonustipp fĂŒr Organisatoren von Veranstaltungsreihen
Nach der Konferenz ist vor der Konferenz.
Findet Ihre Veranstaltung nicht zum letzten Mal statt, sollten auch Ihre Teilnehmer nicht zum letzten Mal dabei gewesen sein.
Nutzen Sie deshalb die Abschlussveranstaltung fĂŒr einen kleinen Ausblick: Wann und wo geht es weiter? Was können Sie jetzt schon verraten, um den Anwesenden einen Vorgeschmack zu bieten?
Vor ihnen sind diejenigen versammelt, die schon mindestens einmal ein Ticket gekauft haben. Ăberzeugen Sie diese davon, dass es sich lohnt, zum WiederholungstĂ€ter zu werden.
Um die Teilnehmer fĂŒr Ihre Anwesenheit zu belohnen, können Sie auĂerdem einen Spezial-Rabatt fĂŒr alle ankĂŒndigen, die sich auch beim nĂ€chsten Mal wieder registrieren.